Unsere Vision von einer Welt voller Mitmenschlichkeit und Miteinander

Vorallem in Großstädten gibt es wenig Berührungsflächen zwischen Alt und Jung. In Zeiten von Digitalisierung und einem oft anonymen Lebensalltag wird die Kluft zwischen den Generationen u.a. dadurch immer größer.
So leben gerade im urbanen Raum der westlichen Welt immer mehr ältere Menschen alleine und auch monetäre Armut im Alter wird zum immer größer werdenden Problem. Hier kommen wir ins Spiel...

Unsere Mission als Vollpension ist es Begegnungs- und Lernräume für neue Formen von Zusammenarbeiten und Zusammensein von Alt und Jung zu schaffen. Niemand soll gerade im Alter alleine bleiben, jede/r hat etwas zu geben und kann einen Beitrag zu einem guten Miteinander von uns allen leisten. Wir sehen die Vollpension als Anstoß für ältere Menschen ein aktiver und fest eingebundener, wertvoller Teil der Gesellschaft zu bleiben.
Im Fokus steht dabei derzeit unser Generationencafé, Omas öffentliches Wohnzimmer von und für Alt und Jung, und Ort der Generationen in dem wir Arbeitsplätze schaffen die für Alt und Jung geeignet und gut sind und SeniorInnen beim Weg aus der monetären und Kontakt-Armut unterstützen.
Wir sehen die Vollpension als paradoxe und humorige aber eben auch ehrlich und menschliche Intervention, die einen leicht verdaulichen gesellschaftlichen Impuls zum Thema Altern setzt und zeigt, dass Wirtschaft und (soziales) Unternehmertum mit dem Faktor Menschlichkeit im Zentrum und um den Faktor Altern erweitert freudebringend und nachhaltig funktionieren kann. Unsere Vision ist eine Welt in der Alt und Jung auf Augenhöhe mit- und voneinander lernen und gemeinsam das Leben leben und zusammen helfen.

Unsere Vision ist eine Gesellschaft deren tägliches Handeln auf Mitmenschlichkeit und von Herzen kommendem Respekt vor dem Alter und der Jugend basiert und das Gemeinsame vor das Trennende stellt. Einsamkeit und Armut im Alter haben in dieser Gesellschaft keinen Platz.
So sind es doch gerade die Alten, die uns bis hier her ins Jetzt gebracht haben, von und mit denen wir lernen und unser aller Mensch-Sein mit der Veränderungskraft des Neuen weiterentwickeln können.

Unsere Intention und die Sache mit den Oma Glücksgefühlen

Wieso tut ihr euch das eigentlich an? Die Frage bekommen wir oft gestellt. Und glaubt uns, es gibt Zeiten wo wir selbst kurz drüber nachdenken müssen. Denn so eine Social Business Reise ist nicht nur Friede, Freude, Eierlikör... In diesen Zeiten hilft es dann einfach einen bewussten Moment mit “unseren” Omas und Opas, mit Team Jungspund oder auch einfach die Stimmung im Lokal zu genießen und die vielen unterschiedlichen Menschen zu beobachten. Wir nennen das auch Oma Glücksgefühle. Dann wissen wir ́s recht schnell wieder.

Der Grund: die Vollpension macht uns ́re Herzerln warm. Hat sie immer schon und vielen anderen neben uns geht ́s genau so. Und was gibt ́s Wichtigeres als ein warmes Herz? Finden wir halt...
So chaotisch und wirr das Ganze manchmal zu sein scheint, die Intention war und ist immer klar. Einen Ort zu schaffen wo viele Verschiedene sich wohl fühlen dürfen, wo man sich auf Augenhö- he begegnet, wo Klischees aufgebrochen und so manches Stückerl Kuchen auch zerbrechen darf. Ein Ort für Alt und Jung und unser buntes Mensch-Sein.

Wo Dinge und Menschen die eigentlich doch gar nicht zusam- menpassen für eine einzigartig paradoxe Harmonie sorgen, wo Welten aufeinander prallen und so ein wunderschönes Feuerwerk der Lebendigkeit entsteht,wo vermeintliche Schwächen zu Stärken werden und jede/r der/die das Herz am rechten Fleck hat und den Anderen mit Respekt und Mitgefühl begegnet, einen Platz hat.

So Ruckzuck die Sache begonnen hat, so Ruckzuck entwickelt sie sich weiter. Und trotzdem braucht Gut Ding Weile. Das mit der Geduld ist manchmal gar nicht so einfach und so haben wir hier vieles auch von unseren älteren KollegInnen gelernt: ein Kuchenstück nach dem anderen leisten wir unseren Beitrag zu einer gerechteren, bunteren und besseren Welt wo keiner einsam sein soll, alle zusammenhelfen und man sich einfach auch mal wohlfühlen darf. Eben so wie damals zuhause bei der Oma im Wohnzimmer.

In Zukunft wollen wir euch hier öfters Echtzeit-Gedanken unseres Vollpensions Universums weitergeben. Es ehrt uns wenn ihr euch dafür Zeit nehmt, noch viel mehr freuen wir uns aber wenn ihr bald bei uns vorbeikommt zum Kuchen Essen, zum Musik Hören, zum Turbo-Kitsch Staunen und zum Herzerl wärmen. Wegen den Oma Glücksgefühlen wär ́s gewesen... Bis bald und viel Spaß beim Lesen!